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Pfefferminz

Mentha x piperita

Pfefferminze ist eine der bekanntesten Heilpflanzen und wird besonders für ihre erfrischenden und wohltuenden Eigenschaften geschätzt. Sie findet sowohl in der Naturheilkunde als auch in der Küche vielseitige Anwendung.

Wirkstoffe

  • Menthol

  • ätherische Öle

  • Flavonoide

  • Gerbstoffe

Menthol sorgt für den typischen kühlenden Effekt.

Tradition

Pfefferminze wird seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde verwendet. Sie galt traditionell als vielseitige Pflanze zur Unterstützung von Verdauung und Wohlbefinden.

Heilwirkung

Pfefferminze wird traditionell verwendet:

  • zur Unterstützung der Verdauung

  • bei Völlegefühl

  • zur Förderung der Entspannung

  • zur Erfrischung

Besonders als Tee sehr beliebt.

Wissenschaft

Pfefferminze ist gut untersucht, insbesondere ihre ätherischen Öle und deren Wirkung auf den Verdauungstrakt. Menthol steht dabei im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen.

Kultur & Geschichte

Pfefferminze entstand als Kreuzung verschiedener Minzarten und wurde früh kultiviert. Heute ist sie weltweit verbreitet und gehört zu den wichtigsten Heil- und Gewürzpflanzen.

Anbau & Ernte

  • Standort: sonnig bis halbschattig

  • Boden: feucht, nährstoffreich

  • Pflanze: mehrjährig

Ernte:

  • Blätter: Frühjahr bis Sommer

Regelmäßiges Schneiden fördert das Wachstum.

Quelle

Jeremy Ross, Westliche Heilpflanzen und Chinesische Medizin (2009)

Fachinformationen für Therapeuten

Pharmazeutischer Name & Eigenschaften

• Menthae piperitae folium

• Lippenblütler (Lamiaceae, Labiatae)

• warm - kühl

• aromatisch, scharf

• Lu, Ni, Bl, He, Mi, Darm, Ut

Traditionelle Anwendung im Westen

Mentha-Arten wurden traditionell als wärmend eingeordnet, insbesondere mit Bezug auf Magen und Leber

Leber (Culpeper 1651) unterstützend bei „kalter“ Leber, fördert das Lösen von Blockaden im Leberbereich

Magen (Tabernaemontanus 1731) wirkt wärmend und trocknend, stärkt die Magenfunktion, fördert die Verdauung und den Appetit, reduziert Aufstoßen und Magengeräusche und lindert Sodbrennen

Pharmakologische Zusammensetztung

ätherisches Öl (ca. 1–3%), mit Hauptbestandteilen wie (-)-Menthol (ca. 35–55%), Menthon (ca. 10–40%), Menthylacetat (ca. 1–10%), 1,8-Cineol (ca. 1–13%) sowie Limonen (ca. 0,2–6%)

Phenylpropane (Phenolsäuren), darunter Kaffeesäure, Chlorogensäure und Rosmarinsäure, sowie daraus abgeleitete „Pseudo-Gerbstoffe“

Flavonoide, einschließlich Luteolin, Luteolin-7-Glucosid und Menthosid

weitere Inhaltsstoffe, darunter Triterpene wie Ursolsäure

Wirkung Aufgrund der Bestandteile  

• krampflösend – Flavonoider Anteil, Menthol
• cholagog (gallenflussfördernd) – Flavonoide, ätherisches Öl
• carminativ (blähungslindernd) – ätherisches Öl (v. a. Menthol, Menthon)
• antimikrobiell – ätherisches Öl
• entzündungshemmend – Flavonoide, Rosmarinsäure
• kühlend und juckreizlindernd (äußerlich) – Menthol

Dosierung und Verabreichungsform

Getrocknete Arznei: 2–4 g der Blätter als Aufguss, dreimal täglich anwenden (BHP). Nicht zum Kochen bringen

Tinktur: 2–3 ml einer 1:5-Tinktur in 45% Alkohol, dreimal täglich (BHC)

Quelle

Ross, Jeremy (2009): Westliche Heilpflanzen und Chinesische Medizin – Eine klinische Materia Medica. Verlag für Ganzheitliche Medizin Dr. Erich Wühr GmbH, Bad Kötzting.

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